Unser Kleingartenverein

Unser Kleingartenverein liegt in unmittelbarer Nähe des Eller Schlossparks.

Bäche, viele Bäume und die vielfältige Tierwelt machen unser Vereinsgelände zu einem Ort an dem wir uns, neben der Gartenarbeit, auch in der Natur entspannen und erholen können.

Wichtig ist uns die Gemeinschaft, mit gegenseitiger Unterstützung, gemeinschaftlicher Verschönerung der Anlage und nicht zuletzt unseren Feiern.

 

Warum ein Kleingarten?

So mancher Gartenfreund wäre nicht so alt geworden, wenn er nicht das Kleinod Garten gehabt hätte. Vor allem bedeutet die Gartenarbeit für viele einen körperlichen und seelischen Ausgleich zur Berufstätigkeit, und dies ist alleine betrachtet schon sehr viel wert. Man arbeitet körperlich, genießt viel frische Luft und Sonne, Wind und Wetter und bleibt jung dabei. Die körperliche und geistige Beschäftigung im Kleingarten ist vielfältig.

Daher erhält Gartenarbeit die Gesundheit und lässt uns länger leben!

Wer Sinn für die Wunder der Natur hat, der kann sie in seinem Garten tausendfach erleben und findet hier seine ideale Freizeitgestaltung.

Und das Beste: Bei uns bleibt niemand mit seinen gärtnerischen Sorgen und Nöten alleine, denn wir geben uns gegenseitig Hilfe und vermitteln entsprechende theoretische und praktische Kenntnisse. Niemand braucht also eingehende Vorkenntnisse. Nur der Wille seinen Garten kleingärtnerisch zu nutzen muss ausgeprägt sein!

 

Lage & Bedeutung

Unser Verein wurde als Kleingarten-Daueranlage 1963/64 gegründet. Unsere Anlage ist im Flurplan der Stadt Düsseldorf verzeichnet. Unsere weitläufige Anlage mit viel Begleitgrün, Bach-und Hecken-Biotopen kommt im Kleingarten-Wesen der Stadt Düsseldorf, mit Lage in der Wasserschutzzone eine besondere Bedeutung zu. Das bedeutet das wir dem umsichtigen ökologischen Gärtnern gleichermaßen wie dem Umwelt- und Grundwasserschutz besondere Aufmerksamkeit schenken!
Der weitläufige Charakter unserer Anlage mit viel Begleitgrün im Anschluss an den Eller Schlosspark, die von Hoxbach und Düssel durchflossen wird beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna und findet auch viel Besucherinteresse von Spaziergängern, Radfahrern und Joggern.

 

Kulturpflanzen

Wir kreativen und aktiven Gärtner haben uns gemeinsam der Garten-Liebhaberei verschrieben. Hierzu gehört neben der liebevollen Pflege von Kulturpflanzen, welche ohne die menschliche Obhut nicht lebensfähig sind und aussterben würden. Wir Kleingärtner pflegen robuste Sorten, die ohne Chemie gedeihen. Neben zahlreichen alten und historischen, oft schon vergessenen Sorten werden Sie auch überraschende Neuerungen finden, die langsam Einzug in unsere Kleingärten finden. Unsere mit viel Mühe geschaffene Sorten-Vielfalt ist ein Ausdruck unserer menschlichen Kultur.
Jedes Kind kann problemlos einige Automarken aufzählen; doch Hand aufs Herz: wie viele der noch rund 10.000 namentlich bekannten Tomaten-Sorten können Sie nennen?
Die Gemüseauslagen in den Geschäften repräsentieren lediglich 1-2 Prozent des heute noch existierenden Sorten-Spektrums.

Unser Kleingartenverein leistet einen aktiven kulturellen Beitrag darin, einer totalen Entfremdung von der Natur in unserem Stadtleben entgegen zu wirken. Wir wissen noch, dass man Bohnen z.B. nicht einfach aussäen und erwarten kann, dass diese sich nun selbst erhalten würde. Schließlich fallen die Samen von Bohnen ja nicht mehr aus. Sie werden auch nicht vom Wind oder von Tieren verbreitet. Sie sind auf den Menschen angewiesen, der die pflückt und erneut aussät. Beide Spezies sind aufeinander angewiesen, sie sind eine Symbiose eingegangen, bei der jeder Partner zum Erhalt des anderen beiträgt.
Dies lernen unsere Kinder und erleben wie jedes frisch angelegte Gartenbeet von der Amsel zerstochen wird. Noch in Brehms Tierleben war die Amsel ein scheuer Waldvogel der heute nun bei uns sein Nest baut und seine Jungen aufzieht. Diese nachgewiesene „Landflucht“ vieler Wildtiere in unsere grüne Stadtrand-Lage zeigt die Bedeutung des Kleingartenwesens. Die Fläche aller Gärten in Deutschland mit ca. 2,5% unseres Landes ist viel größer als alle ausgewiesenen Naturschutzgebiete. Viele der auf den „Roten Listen“ aufgeführten Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind, sind auf unseren Lebensraum im und am Wasser spezialisiert.

 

Tierwelt

Unser Kleingartenverein unterstützt den Erhalt von hier heimischen Tierarten. Auf Grund der besonderen Lage unserer Kleingarten-Daueranlage sind dies neben einer reichen Vogelwelt vor allem zahlreiche Amphibien.
Unsere Kleingarten Daueranlage ist eine Art Arche Noah, die ein Lebenspotential für allein 700 Käfer, über 260 Bienen-, Wespen- und Hummel-, 60 Spinnen-, 29 Tagfalter, 24 Libellen-, mehr als 30 Vogel- und mehr als 19 Amphibienarten ist.
Je mehr wir die Lebensbedingungen unserer „Einheimischen“ beobachten um so tiergerechter wird unsere Gestaltung. Je mehr Kleingärten mit Kleingewässern (Teiche, Bäche) entstehen und je enger diese beieinander liegen, desto eher können sich Tierpopulationen untereinander austauschen und somit das Überleben der Arten langfristig sichern. Die Gewässer unserer Anlage bieten nicht nur den Lebensraum an sich, sondern dienen als Rückzugsgebiet, wichtiger Nahrungsquelle, bietet Schutz vor Feinden und einen Platz zur Fortpflanzung und Überwinterung. Außerdem können dort alle Tiere trinken und baden.
Aus ökologischer Sicht betrachtet gehört unsere Kleingarten-Daueranlage zu den wertvollsten Flächen des Gartenbaus.

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